Bares Geld fürs Energiesparen

2019 50 50 ScheckDas Prinzip ist relativ einfach: Wer durch bewussten Umgang mit Energie und durch Veränderung des eigenen Verhaltens Energie einspart, tut nicht nur das dringend notwendige Gute für den Umwelt- und Klimaschutz, sondern hat Geld für etwas anderes übrig. Genau so funktioniert das Fifty-fifty-Projekt, das die Stadt Aalen mit Aalener Schulen realisiert hat. Am Dienstag durften sich im Rathaus die Vertreter von acht Schulen über insgesamt rund 35 000 Euro freuen, die sie durch ihr Einsparen von Energie für sich gewonnen hatten.

2015 hatte die Stadt das Fifty-fifty-Projekt mit Begleitung durch die Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA) gestartet mit dem Ziel der Einsparung von Energie und Energiekosten. Acht Aalener Schulen nahmen zuletzt daran teil. Die Spielregeln des auf drei Jahre angelegten Projekts sind relativ einfach: Von den eingesparten Energiekosten fließt die Hälfte zur freien Verwendung an die Schulen zurück. Witterung, Investitionen oder andere bauliche Sanierungsmaßnahmen, die zu einer Energieeinsparung führen, werden aus den Verbrauchswerten herausgerechnet.

Karl-Kessler-Schule Spitzenreiter

Am Dienstag sind nun im Rathaus die „Einsparschecks“ an die Schulen für die Jahre 2016 und 2017 übergeben worden. Das Theodor-Heuss-Gymnasium (THG) war erst 2017 in das Projekt eingestiegen. Spitzenreiter mit einem Einsparanteil von 14 300 Euro war die Wasseralfinger Karl-Kessler-Schule für ihren Gebäudeteil A, gefolgt vom Kopernikus-Gymnasium Wasseralfingen mit 6100 Euro. Weitere Schecks gingen an die Reinhard-von-Koenig-Schule Fachsenfeld (3600 Euro), die Realschule auf dem Galgenberg (2900 Euro), das Theodor-Heuss-Gymnasium (2200 Euro), die Schillerschule und die Greutschule (jeweils 2100 Euro) sowie die Grundschule Waldhausen (1500 Euro). Macht unterm Strich 34 500 Euro. Rechnet man die Einsparungen im ersten Projektjahr 2015 dazu, sind an die acht Schulen insgesamt rund 50 000 Euro ausgeschüttet worden.

Was bedeute, es sei in diesen drei Jahren Energie im Wert von 100 000 Euro eingespart worden, wie der Projektbegleiter Horst Fernsner von der KEA erläuterte. Er stellte seine Berechnungen für die Jahre 2016 und 2017 genauer vor. Demnach haben die sieben 2016 teilnehmenden Schulen (ohne THG) 22 100 Kilowattstunden (kWh) Strom (4,6 Prozent), 261 676 kWh Heizenergie (8,8 Prozent) und 273 Kubikmeter Wasser (4,4 Prozent) eingespart. Und somit auch 78 Tonnen an CO2-Emissionen. Für 2017 gab es für die dann acht Schulen (mit THG) diese Zahlen: 5,2 Prozent oder 29 964 kWh weniger Strom, 9,7 Prozent oder 326 008 kWh weniger Heizenergie und 9,5 Prozent oder 665 Kubikmeter weniger Wasser. Die CO2-Ersparnis beträgt dabei 98 Tonnen.

Projekt soll weitergehen

Oberbürgermeister Thilo Rentschler nannte das Fifty-fifty-Projekt ein kleines, aber wichtiges Puzzleteil im Rahmen der großen Energiewende in Deutschland. Und er ermunterte die Schulen, die bislang noch nicht mit dabei waren, mit einzusteigen. Denn obwohl nach den Vorgaben der KEA das Projekt nach dreijähriger Laufzeit eigentlich abgeschlossen ist, hat die Stadt angeboten, es gemeinsam mit der KEA fortzusetzen. Und Projektbegleiter Fernsner stellte gleich eine weitere, neue Idee vor: Ihm schwebt als zusätzlicher Wettbewerb ein Solarbootrennen mit von den Schulen selbst gebauten kleinen Wasserfahrzeugen und einer großen Endausscheidung mitten auf dem Marktplatz vor – verbunden mit einem unterhaltsamen und informativen Energiefest.

Quelle: Aalener Nachrichten vom 30 Januar 2019

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