Musiktheaterfahrten Januar und Februar 2019

2019 Musikteatherfahrt HahnLucia di Lammermoor - keine leichte Kost für das Musikprofil der 9. Jahrgangsstufe und den vierstündigen Kurs der Elfer, die da am 13. Januar im Ulmer Theater geboten wurde. Auf Initiative von Frau Hahn ging es mit dem Zug zur Nachmittagsvorstellung. Handlung und Personen wurden noch knapp in der Bahn besprochen, für alles weitere vertraute man auf Bühnenbild, schauspielerische Leistung und Übertitel.

Die Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Sofort fühlte man sich in ein schottisches Spukschloss versetzt. Düster, teils herrschaftlich, teils ruinenhaft war der Herrschaftssitz gestaltet. Lucia Ashton, die ihren Liebsten treffen will, sieht einen Geist oder ist es die Vision ihres eignen Endes? Und wessen Blut läuft da an der Wand herunter? Zeugt es von Jagdglück oder Morddurst?

Alles könnte so einfach sein, wäre Lucia nicht ausgerechnet in Edgardo von den verfeindeten Ravenwoods verliebt. Doch ihr Bruder Enrico hat andere Pläne für sie: Sie soll Arthuro heiraten.
Lucia, letztlich zur Heirat gezwungen, bringt ihren frisch Angetrauten in der Hochzeitsnacht um. Wahnsinnig geworden singt sie eine Arie, die höchste Ansprüche an das Können der Sängerin stellt. Maryna Zubko meisterte die Schwierigkeiten höchst beeindruckend. Fasziniert wanderten die Blicke des Publikums zwischen dem virtuosen Glasharfespieler an der Seite und der blutüberströmten Protagonistin auf der Bühne hin und her. Kurz darauf erfährt Edgardo - zum Duell mit Enrico angetreten - vom Tod seiner Lucia und setzt seinem Leben ebenfalls ein Ende. 

Donizettis Musik, die gelungene Inszenierung und die rundum solide Leistung des Ulmer Ensembles gaben den Schülerinnen und Schülern einen wunderbaren Eindruck von der italienischen Oper des 19. Jahrhunderts!

Am 17. Februar, wieder einem Sonntag, brachen dann die beiden Kurse erneut nach Ulm auf. Diesmal stand „My Fair Lady“ auf dem Programm. Die unterhaltsame Geschichte von Professor Higgins, der aus einem Blumenmädchen Elisa mittels Sprachtraining eine Lady macht und dabei nicht merkt, dass er sich so an sie „gewöhnt“, dass er ohne sie nicht mehr sein will, war wunderbar farbig inszeniert. Schwarzlichteffekte verstärkten die Wirkung des Bühnenbilds, die clownesken Kostüme - allem voran der ständig wippende Kopfputz der Haushälterin Mrs. Pearce - sorgten für zusätzliche Heiterkeit. Deutliche Parallelen in der Wahl der Besetzung, dem Bühnebild und den schauspielerischen Elementen zur Verfilmung von 1964 waren nicht zu übersehen und doch gelang es dem Ulmer Ensemble das Publikum an der ein oder anderen Stelle einen zusätzlichen Lacher zu entlocken, als beispielsweise Freddi in einem knallgelben Zelt vor dem Haus des Professors kampiert um Elisa abzupassen oder Colonel Pickering bemerkt, dass bis zum 29. März (!) doch wohl ein englischer (!) Schneider die bessere Wahl gewesen wäre. Erfahreneren Operngängern entging auch nicht das staubtrockene Zitat des Jägerchors aus dem Freischütz von Mrs. Higgins, der Mutter des Professors. 

Mit Vergnügen entdeckten die Schülerinnen und Schüler den musikalischen Ursprung des Kinderklassikers „Hörst du die Regenwürmer husten“ in „Bringt mich pünktlich zum Altar“.
Gut gelaunt und entspannt ging es nach der Vorstellung wieder mit dem Zug zurück nach Aalen.

Dank gilt zum Schluss dem Theater Ulm nicht nur für die wunderbare Arbeit des Ensembles sondern auch für die reibungslose Abwicklung der Kartenbestellung und die kompetente telefonische Beratung!

Aktuell sind 50 Gäste und keine Mitglieder online

Tuesday the 21st. Affiliate Marketing. Kopernikus-Gymnasium Wasseralfingen