Auf hoher See beim Musical

26.07.2022AGs

„Endlich, das KGW-Musical ist wieder da!“, wird so manch einer im Publikum gedacht haben. Nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause sorgten die Musik-Ensembles des Kopernikus-Gymnasiums Wasseralfingen unter Leitung von Thomas Baur mit ihrem Stück „Das geheime Leben der Piraten“ wieder für einen grandiosen Abschluss des Schuljahres und begeisterten das Publikum in der Limeshalle in Hüttlingen.

„Wir sind die Piraten und fahren übers Meer“, stellten sich die Unterstufen-Chöre des KGW gleich bei ihrem ersten Einsatz schwungvoll vor. Doch auch ohne den Text wäre dem Publikum sofort klar geworden, dass sich die Musical-Darsteller auf hoher See befanden: Ein riesiges Piratenschiff mitten im Meer bestimmte das eindrucksvolle Bühnenbild (Manuela Bux und Amelie Jack), über das Piraten mit Augenklappen, Narben und Holzbeinen humpelten. Als diese eine Flaschenpost im Meer mit einer Schatzkarte fanden, war die Langeweile an Bord sofort verflogen: Ein neues Abenteuer lockte die Crew auf See.

Doch wohin sollte die Reise gehen? Die Unbeholfenheit der Piraten sorgte für einige Lacher im Publikum. So konnte keiner der Piraten die Hinweise der Schatzkarte entziffern. Zum Glück hatten sie vor Monaten Prinzessin Filomena (Charlotte Köhler) entführt, die nach einem unterwürfigen „Bitte, ma cherie“ des Käpt’n Danton (Patricia Wolf) den rätselhaften Text der Flaschenpost vorlas: Die „Insel 321“ war das Ziel. Und wo sollte die liegen? Nur dem alten Iren (Simon Wagemann) war sofort klar, dass damit die Insel mit drei Palmen, zwei Vulkanen und einem Fluss gemeint war. Da konnte die Reise endlich beginnen: Die Segel wurden gesetzt, die Anker gelichtet und losgerudert, was die Chorsänger schön durch einstudierte Bewegungen verdeutlichten.

Dass die scheinbar mutigen und abenteuerlustigen Piraten aber alle etwas Peinliches vor den anderen verbergen wollten, wurde während der Nachtwache auf See humorvoll deutlich gemacht. So hatte Käpt’n Danton Angst im Dunkeln, der einäugige Spanier (Michael Schramm) trug seine Augenklappe nur zur Zierde und Haihappen-Joe (Noah Häcker) gab bei einem brillanten Solo zu, gerne zur sanften Melodie des Meeres zu tanzen.

Endlich auf der Insel angekommen, galt es dann, weitere Hindernisse zu überwinden: Ein Krokodil (Marieke von Staden) lag mitten auf dem Weg zum Schatz. Zum Glück konnte der kleine Knut (Lina Kirkici) es mit einem Schlaflied wieder zum Schnarchen bringen. Der Chor unterstützte das Solo mit einem beschwörenden „Schsch“ und „Pssst“. Auch die Tür zur Schatzhöhle konnte nur mit Hilfe von Musik geöffnet werden. Kein Wunder, dass der Schatz selbst ein Plattenvertrag mit Boleman (Nathanael Dombacher) war, der der Crew versprach, mit ihrem Outfit und ihrer musikalischen Begabung sicher in die Charts zu gelangen und Ruhm und Reichtum zu erlangen.

Auch wenn es die Musik-Ensembles des KGW noch nicht in die Charts geschafft haben, stimmten auch bei ihnen Outfit und musikalische Begabung. Die Chorsänger und Solisten der Unterstufe, die unter Leitung von Thomas Baur auf der Bühne glänzten, wurden vom Musicalorchester professionell begleitet. Aber auch die schauspielerische Leistung der Darsteller unter Regie von Heike Knecht war überragend. So entführten sie das Publikum gekonnt in die Piratenwelt und brachten es durch lustige Ideen immer wieder zum Schmunzeln. Auf ein Neues im nächsten Jahr – hoffentlich!

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