Konzertfahrt Kammerchor

15.05.2022AGs

Himmelhochjauchzend und kein bisschen betrübt
Kammerchor in der Dresdner Frauenkirche mit Michael Patrick Kelly

Nach zwei Jahren coronabedingter Verbannung in die Online-Welt, durfte der Kammerchor des Kopernikus-Gymnasiums Wasseralfingen am vergangenen Wochenende endlich wieder auf Konzertreise gehen, einer Einladung der Dresdner Frauenkirche folgen und eine Chorpartnerschaft in Oschatz wiederbeleben.

Ein Auftritt in der Dresdner Frauenkirche ist an sich schon ein ganz besonderes Erlebnis für jeden Musik begeisterten Menschen, doch dieser Gottesdienst war etwas ganz Besonderes. Es war der Sonntag Jubilate und so eröffnete der KGW Kammerchor mit einer gleichnamigen Uraufführung ihres Chorleiters Thomas Baur den Gottesdienst. Die hervorragende Akustik der Dresdener Frauenkirche tat ihres dazu, dass der Chor mit zum Teil rhythmischen Patterns, aber auch großen erhebenden Klängen die Kirche mit Wohlklang füllte.

Neben den Kirchenbesuchern war aber noch ein ganz besonderer Gast im Gottesdienst, der dem Chorgesang aufmerksam folgte: Michael Patrick Kelly. Sein Kunstprojekt „Peacebell“ fand in diesem Sonntagsgottesdienst seinen Abschluss.
So kam es auch dazu, dass anschließend an den Gottesdienst Michael Patrick Kelly noch ein spontanes Privatkonzert des KGW Kammerchores bekam, als der Chor 40 Meter über dem Kirchenraum in der inneren Kuppel der Kirche die überwältigende Akustik dieses Raumes testete, der für normale Besucher sonst nicht zugänglich ist. Dabei gleitet der Klang nicht nur in die obere Kuppel, sondern durch ein mehrere Meter umfassendes Loch auch hinab in den Kirchenraum. Die Rückmeldung Kellys gegenüber einzelnen ChorsängerInnen war durchwegs positiv – „ihr habt gerockt“. So bedankte er sich anschließend mit einem gemeinsamen Gruppenfoto mit dem Chor.

Am Tag zuvor konzertierte der Chor gemeinsam mit dem Kinder- und Jugendchor des Thomas-Mann-Gymnasiums Oschatz in der großartigen St. Aegidienkirche. Am Nachmittag probten beide Chöre zunächst getrennt voneinander, bevor man gemeinsam das „Ave verum“ von W.A. Mozart einstudierte, begleitet vom Streichquartett des Kopernikus-Gymnasiums. Beim zahlreich anwesenden Publikum fand das einstündige Konzert am Abend dann großen Anklang und mehrmaligen andauernden Beifall. Schon vor 10 Jahren trafen sich die beiden Chöre zu einem Austausch und obwohl die Sängerschaft komplett ausgetauscht war, hatten die Jugendlichen sofort einen Draht zueinander und fanden sowohl musikalisch als auch freundschaftlich beim anschließenden Abendessen im Gymnasium zueinander. Gemeinsames Musikmachen verbindet die Menschen – himmelhochjauchzend und viele strahlende Gesichter!

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